Es geht langsam los. Die Dänen legen vor und beim Kaffee mit Freunden heißt es: „Wir kaufen statt Coca-Cola jetzt Afri“. Wie viel Lebensqualität sind Sie bereit, zu opfern? Eine Kolumne.
Es geht langsam los. Die Dänen legen vor und beim Kaffee mit Freunden heißt es: „Wir kaufen statt Coca-Cola jetzt Afri“. Wie viel Lebensqualität sind Sie bereit, zu opfern? Eine Kolumne.
Was häufig übersehen wird: Man muss nicht aufhören, Produkte eines Konzerns zu nutzen, um ihn zu boykottieren.
Man muss nur aufhören, Geld an ihn zu zahlen.
Wenn ich z.B. mein iphone immer nur gebraucht kaufe, zahle ich über die gesamte Nutzungsdauer keinen einzigen Cent an Apple. Ich nutze aber weiter ihre Server, was sie Geld kostet.
Klar zahlen die App-Entwickler Geld an Apple, und der Vorbesitzer hat auch Geld an Apple gezahlt, vielleicht in der Hoffnung, etwas davon beim Wiederverkauf zurückzubekommen. Aber das war nicht meine Entscheidung und nicht mein Geld.
Und wenn man so indirekte Kontributionen auch konsequent vermeiden will, muss man halt echt in den Wald gehen.
Wenn man will, kann man ja noch das Apple Logo mit einem EU-Flaggen-Sticker überkleben.
Ich stimme dir größtenteils zu. So ganz raus ist man mit dem Second-Hand-Ansatz jedoch nicht: einerseits stärkt eine Nachfrage nach Gebraucht-iPhones den Markt für iPhones insgesamt, was es für Erstkäufer interessanter macht, sie zu kaufen. Andererseits steuert man natürlich auch bei, die Marktmacht Apples zu sichern, denn auch ein Gebraucht-iPhone-Nutzer ist ein Nutzer des Apple-Ökosystems und verschafft diesem damit Stärke und Relevanz.
Aber natürlich sind wir am Ende eben auch alle nur normale Menschen, die Dinge nie dogmatisch zu 100% durchziehen und da ist dein Ansatz natürlich ein sehr guter Mittelweg!