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Cake day: June 22nd, 2023

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  • CyberEgg@discuss.tchncs.detoich_iel@feddit.orgich☠️☠️☠️iel
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    1 hour ago

    Ja, du hast recht, Humor ist subjektiv. Genau deswegen meine Frage. Denn klar ist die politische Situation in Deutschland eine, die oft Lachen als Bewältigungsmechanismus auslöst. Aber genau deswegen kann man vielleicht einfach oft nicht erkennen, was an einem stumpfen Bildschirmschuss einer Nachrichtenquelle jetzt so lustig sein soll. Da fehlt einfach jedweder Kontext, der eben einen humoristischen Ansatz des Pfostens erkennen lassen würde (wie eben in den Regeln auch gefordert).

    Ja, da frage ich bei einem kontextlosen Bildschirmschuss einer Nachrichtenseite auch mal stumpf: “Wo Humor?”
    Mach halt gegebenenfalls irgendwas draus, damit man deinen Ansatz auch erkennen kann.




  • Dass Nius irgendeinen Scheiß erfindet und die Leser das fressen, ist wie immer zum Kotzen.
    Aber irgendwie regt es mich gerade tatsächlich mehr auf, dass das, was da erfunden wurde, nämlich dass arbeitslosen Menschen (denn das sind die Kund*innen der Agentur für Arbeit und ich hasse den Kundenbegriff) ein tolles Essen mit Kinderbetreuung bereitgestellt wurde, etwas schlechtes, verwerfliches sein soll.
    Das sind Menschen, die gegebenenfalls gerade persönlich echt was durchmachen, gestresst sind, Existenzängste kriegen, den Gürtel enger schnallen müssen. Hätte es so ein Mahl gegeben, wäre das sicherlich eine kurzzeitige Entlastung gewesen, die den Menschen eine Freude gemacht und sie für einen Moment von den Alltagssorgen abgelenkt hätte.
    Was soll daran schlecht sein? Es gibt viel wilderes und unnötigeres, was durch Steuern finanziert oder subventioniert wird, der Lebensstil unfassbar reicher Menschen zum Beispiel, oder die Zementierung der Konzentration von Reichtum in den Händen einiger weniger.
    Und im nächsten Interview faselt der AfD-Wichser, der die Anzeige erstattet haben will, irgendwas bon Neidkultur und dass man dem Firmenchef doch bitte den dritten Porsche gönnen solle. Widerliche Fatzken, alle miteinander.

















  • Ja, sowas hab ich erwartet. In der Folge, die ich meine, sollte es (laut Titel) darum gehen, ob Männlichkeit heutzutage zu verweichlicht sei. Naja, man hat Spiros Anastassiadis (aka “Mensch mit Wert”, ein unironischer Andrew Tate-Jümger) da hingestellt, ihm zur Seite Marie Morgen, eine Art Tradwife-Influencerin, die ihren Psychologieabschluss vorgetäuscht hat, und die durften dann ihren frauenfeindlichen Scheiß raussülzen. Am Ende hat der Moderator scherzhaft den Kompromiss vorgeschlagen, dass Frauen auch Menschen sind, worauf Marie Morgen und Spiros unironisch ablehnend reagierten.

    Bei solchen Folgen ist es dann doch interessant, dass das ZDF ernsthaft zur Diskussion stellt, ob es in der derzeitigen öffentlichen Debatte Einschränkungen der Meinungsfreiheit gäbe (“Darf man heute gar nichts mehr sagen?”) und sich dazu Konstantin Schreiber (schreibt für die Springer-Presse) und Benjamin Berndt (hat einen eigenen Podcast, in dem er Erik Ahrens ohne irgendeine Einordnung stundenlang über Rassenlehre dozieren lässt und sagt dann, er hätte aus diesem Podcast gelernt, es gäbe “verbotene Forschungsfelder”) einladen.


  • Und dann wird Vincent dafür fertiggemacht weil er sagt Meinungen die nicht auf Fakten basieren, sind weniger wert - stimmt doch auch, NATÜRLICH sind sie das nicht, auf was für einer Grundlage diskutieren wir denn hier? -.-

    Meiner Meinung nach hat Vincent an der Stelle rhetorisch ungeschickt agiert, und leider muss man im Umgang mit Menschen wie Ben Berndt und Konstantin Schreiber rhetorisch wirklich das eigene A-Game bringen.
    Hätte er z.B. stattdessen gefragt, ob Schreiber glaube, dass man den Aussagen einer Wissenschaftlerin, die jahrelang eine Frage oder ein Thema erforscht hat, Fakten, deren Bedeutung und Zusammenhänge erklären und zu Schlussfolgerungen zusammemführen kann, eines Journalisten, der intensiv recherchiert, die Studienlage darlegen und verschiedene Ansätze einordnen kann, und eines Politikers, der in einer Talkshow Stimmung erzeugen, ein populistisches Narrativ verbreiten will und dabei gegensätzliche Fakten verächtlich beiseite wischt, allen die gleiche Bedeutung und Wertigkeit beimessen sollte und die wahrscheinlich danach vorgebrachten Strohmänner entlarvt, wäre das ganze vielleicht anders rezipiert worden.
    Aber Hindsight ist 20/20.